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Mittwoch, der 19. November

NACHDEM ICH mehr und mehr in diese Welt eintauche, wollte ich hiermit dieses Genre für alle mehr oder weniger verständlich machen.

Shounen-ai und Yaoi sind - meiner Meinung nach - Themen, über die man sich streiten kann. Viele finden es sicherlich abstoßend, andere akzeptieren es und wieder andere sind geradezu verrückt danach.

Doch genauso wie sich viele Menschen Hentai und Ecchi zu Gemüte führen (auch wenn sie es niemals zugeben würden *gg*) und dabei nichts Schlimmes finden, erfreut sich dieses Genre an einer wachsende Anzahl von (zumeist weiblichen) Anhängern.

Aber was ist Shounen-ai bzw. Yaoi eigentlich?

Shonen-ai - Wörtlich übersetzt bedeutet dieses Wort "Jungen-Liebe" (von jap. shounen = junge und ai = liebe).

Hauptsächlich geht es hierbei um die Liebesbeziehung zwischen zwei männlichen Charakteren, der Sex tritt in dern Hintergrund oder spielt zum Teil gar keine Rolle. Die Handlung ist eher auf die Beziehung an sich und die darin vorkommenden Emotionen ausgerichtet.

Shounen-ai Mangas haben in den meisten Fällen ihre eigenen Charaktere, die eigens für eine spezielle Geschichte kreiert wurden. Die wohl klassischsten Beispiele für Shounen-ai Mangas sind "Kaze to Ki no Uta" (Song of Wind and Trees, die Handlung ist im Frankreich des 19. Jahrhunderts angesiedelt, besser gesagt in St. Croissaille, einem Vorort von Arles. Zentraler Ort des Geschehens ist die Laconblade Academy, eine reines Jungeninternat), oder "Touma no Shinzou" (The Heart of Thomas).

Yaoi - Dieses Wort ist eine Abkürzung für "yama nashi, ochi nashi, imi nashi", was übersetzt soviel wie "kein Berg (= kein -literarischer- Höhepunkt), keine Meinung, keine Bedeutung" heisst.
Wie man aus dieser "Erklärung" entnehmen kann, versuchen die Autoren gar nicht erst, eine ernsthafte Handlung aufzubauen. Auch die Entwicklung der Charaktere, sprich ihre Gefühle, Eigenschaften und ihre Geschichte (z.B. Familie, Beruf etc...) wird aussen vor gelassen.
Es geht ganz schlicht und ergreifend um ein spezielles Thema: Sex.
Yaoigreift jede Art von zwischenmenschlichen Beziehungen auf und wandelt sie in eine sexuelle Beziehung. So kann es vorkommen, dass man Jungs, die irgendwas gemeinsam haben, sei es dass sie im gleichen Fussball-Team spielen, eigentlich verfeindet oder sogar Brüder sind, in ein gemeinsames Bett steckt.
Das Hauptmerkmal von Yaoi besteht darin, dass Charaktere aus bestehenden Serien aufgegriffen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob nun ein Anime, ein Manga oder ein Video-Spiel die benötigeten Akteure liefert.
Yaoi führt Charaktere zusammen, ohne zu beachten was für eine Beziehung sie im "wirklichen Leben" haben. Dabei entstehen hin und wieder sogenannte "Crossover", in denen Charaktere aus unterschiedlichen Serien eine (sexuelle) Beziehung miteinander haben. Hauptsächlich verwendet man allerdings Charaktere aus ein und der selben Serie.
Die Charaktere solcher "Pairings" werden im Titel oder in der Bezeichnung meistens mit einem "x" miteinander verbunden.
Populäre Beispiele für Yaoi-Beziehungen: Heero x Duo (Gundam Wing) oder Cloud x Sephiroth (FF7).
Liest man solche Yaoi-Mangas, oder auch Übersetzungen aus dem Internet bzw. Spoiler von lieben Mitmenschen, tauchen oftmals einige Wörter auf, die es zu erklären gilt:

seme - von jap. "semeru" (Attacke, anführen). Ein meist sehr dominanter, aggressiver und fordernder Charakter. Hat keine Hemmungen wenn es um Sex geht. Er übernimmt den "männlichen" Part in einer Yaoi-Beziehung.

uke - von jap. "ukeru" (Empfang, empfangen). Dieser Charakter ist meinst häuslich, sehr sanft, höflich und meistens verlegen wenn es um das Thema Sex geht. Sprich, er ist sehr zurückhaltend. ^_-  Der "weibliche" Teil der Yaoi-Beziehung.

bishounen - schöne Jünglinge, meist unter 18, mit einem sehr zerbrechlichen Äußeren, oftmals langen Haaren und mädchenhaften Gesichtszügen.

biseinen - erwachsene Männer bis ca. 30 Jahren, nicht mehr ganz so zart, selbstbewusster wirkend aber auch oftmals mit längeren Haaren. - eben erwachsene bishounen.

So, ich hoffe dass ich nicht allzuviel Verwirrung gestiftet hab, und dass jetzt endlich alle Klarheiten beseitigt sind. *gg*

HALT! Beinahe hätte ich noch was vergessen:
Bei einigen dürfte inzwischen die Frage aufgetaucht sein: Yaoi, schön und gut, aber wo bleiben die Mädels?
Hier gibt es auch ein Genre, das allerdings nicht so weit verbreitet ist wie Yaoi: YURI.

Yuri (von jap. yuri = Lilie) bezeichnet die (sexuelle) Beziehung zwischen zwei Frauen. Hier sind mir leider keine Beispiele bekannt, da mich dieses Thema auch nur sehr bedingt interessiert.
Yuri dürfte auch nicht so leicht zu finden sein, wie etwa Yaoi. ^^

 


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